Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker

Das erste Buch von Torsten Rhode, der unter dem Pseudonym Renate Bergmann schreibt, wurde am 01.07.2014 durch den Rowohlt Taschenbuch Verlag veröffentlicht. Es liest sich angenehm leicht und ist gut verständlich geschrieben.

Wir lernen auf 223 Seiten Renates Leben, ihre Freunde und Bekannten kennen. Da wäre unter anderem ihre beste Freundin Gertrud Potter, 82 Jahre, verwitwet. Sie beschreibt Gertrud mit folgenden Worten: „Gertrud hat keinen echten Sinn für Schönes, wissense. Sie hat zusammengestoppeltes Besteck und Geschirr. Auf den Messern steht Lufthansa, Mitropa oder Palast der Republik.“ Neben Gertrud ist sie noch mit Ilse, 82 Jahre, und Kurt Gläser, 87 Jahre, eng befreundet. Ilse war Lehrerin und ist eine Seele von Mensch. Kurt ist brummig aber hilfsbereit.

Kirsten von Morskötter, 50 Jahre, ist Renates Tochter die weiter weg wohnt. Diese Tatsache ist jedoch in Renates Augen nicht so tragisch. Kirsten praktiziert als esoterische Lebensberaterin und Heilpraktikerin für Kleintiere. Als weitere Verwandtschaft ist Stefan Winkler aufzuführen wobei Renate sich nicht sicher ist ob es sich hierbei um einen angeheirateten Enkel oder Neffen handelt. Der Stefan ist ein ganz patenter und hilft ihr immer wenn sie Probleme mit dem „Händi“ oder anderen technischen Geräten hat.

Zu guter letzt folgt ein kleiner Einblick in Renates Bekanntenkreis. Manja Berber, Nachbarin und um es mit Renates Worten zu sagen ein „Liederliches Ding!“. Schwester Hillburg, arbeitet bei ihrer Hausärztin und ist noch eine vom alten Schlag. Frau Doktor Bürgel ist Renates Hausärztin und Ursula Specht die Friseurin. Unter ihren Bekanntschaften zählt auch Hermann Hagekorn ein Apotheker in Ruhestand der ein Auge auf Renate geworfen hat.

In diesem Buch findet man durchaus lustige Anekdoten aus Renates Leben. Beispielsweise zum Thema einkaufen: „Man denkt, man hat alles eingekauft, und dann wird das Toilettenpapier knapp. Ich habe gerade das drittletzte 24er-Paket angebrochen.“ Oder auch die Sparkasse mit ihren modernen Chipkarten: „Kurt hat die AOK-Schipkarte in den Geldautomaten geschoben, und der Alarm ging los.“ Ja und auch eine Renate Bergmann hat Angst vor Gewitter: „Gewitter ist fast noch gruseliger als Aktendeckel XY ungelöst.“

Auch bei diesem Buch hab ich wieder herzhaft gelacht und freue mich auf viele weitere Geschichten von Renate und ihren Freunden. Ich vergebe 4 von 5 Punkte.

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